ein riesiges DANKE

/ Oktober 2, 2018/ 0Kommentare

Wir danken allen Besucher*innen, Kooperationspartner*innen, Förder*innen, Sponsor*innen, und Helfer*innen. Das waren die Begehungen no. 15!

Die Begehungen haben sich dieses Jahr in neues Terrain getraut, in einen zugleich belebten und verlassenen Mikrokosmos, die Kleingartenanlage Vereinte Kraft in Gablenz. 3500 Besucher*innen durften ein ganzes Wochenende voller Kunst, Unterhaltung und Natur erleben. Zum allerersten Mal Open Air, unter freiem Himmel, den nicht vorhersehbaren Wetterverhältnissen ausgesetzt, hatten wir das große Glück die volle Dosis Sonnenschein zu bekommen.

Die Zusammenarbeit, die wir in der Gartenanlage mit dem passenden Name „Vereinte Kraft“ erlebt haben, war großartig. Dies ist vor allem dem Vorstand des Vereins, welcher die verlassenen Gärten geöffnet hat zu verdanken. Aber auch viele Kleingärtner*innen haben ihren eigenen Beitrag zum Gelingen geleistet, indem auch sie ihre Gartentore geöffnet, Obst an den Gartenzäunen verschenkt oder sogar zu Apfelsaft, Kaffee und Kuchen eingeladen haben.

Die Atmosphäre war geprägt von Gegenseitigkeiten und Austausch, welche sich in den Gesprächen mit den Besucher*innen widerspiegelten, die nicht nur aus Chemnitz, sondern auch aus weiterer Umgebung anreisten. Das Interesse an den Kunstwerken, aber auch an den 23 Künstler*innen selbst, war enorm, was diese merklich zufrieden zurückgelassen hat. 

Wir danken allen Künstler*innen für ihre Teilnahme und ihr Engagement zum Gelingen der Ausstellung. Besonders schwer fällt es in diesem Jahr, sich über die Highlights zu einigen. Viele unterschiedliche Kunstwerke, Performances oder Rahmenprogrammpunkte sorgten für ein breites Interesse des Publikums. Vor allem der Garten von Deborah Jeromin mit ihrer Installaition über die NS Seidenraupenzucht in Kleingartenanlagen freute sich über besonders viel Aufmerksamkeit und dauerhaft besetzten Bänken vor der Videoinstallation. 

Die Bänke und Decken bei den Lesungen Ronya Othmanns warenebenfalls voll besetzt. Sie gab mit ihrer Prosa Einblicke in das Leben als Tochter eines jesidischen Geflüchteten aus Syrien. Selbst in Deutschland geboren und aufgewachsen schreibt sie aus der Perspektive der zweiten Generation Geflüchteter und sensibilisierte das Publikum zu Flucht, Krieg, Zerrissenheit zwischen zwei Heimaten. Tina Wilke thematisierte das Thema Einwanderung mit einem Augenzwickern, in ihrer Videoinstallation verdrängten profane Heilige aus Südamerika die deutschen Gartenzwerge aus den Gartenparzellen.

Die Trance-Dusche von Volker Sondermann lockte die Besucher*innen in andere Sphären, umgeben von hohem Gras, wurden sie von Tönen und Klängen empfangen. Dies war definitiv ein Abenteuer, auf das man sich einlassen musste, genauso wie auf das Live-Rollenspiel von Hüper und Gutekunst. Die Teilnehmer stellten die Hierarchien der Gartenanlagen aus dem Blickfeld der Pflanzenwelt dar, indem jedem/jeder eine individuelle Sorte zugeteilt wurde, die sie im Spiel verkörperten.

Auch zwei Chemnitzer Künstlerinnen sorgten für Highlights. Der Garten von Verena Russell, war mit seinen vollen Grautönen schon von weitem erkennbar. So anders schillerte er durch die grüne Gartenanlage, durch das graue Gartenhaus und die mit grauen und weißen, milchigen Planen abgedeckten Bäumen und Gräser. Annett Schuster folgte ihrem Drang des Klöppelns, ihre großformatige Klöppelkunst zeigte sie in der Installation „Kaffeekranz“.

Die Führungen in diesem Jahr waren ebenfalls ein voller Erfolg. Die Gruppengrößen von bis zu 30 Personen waren fast eine kleine Herausforderung in den kleinen Gartenparzellen. Die Kinderführungen fielen da schon etwas kleiner aus,  für eine Stunde durften die Kinder Pfadfinder sein und begaben sich auf die Suche nach Raupen, die zu Schmetterlingen werden.

Der SFS, hat uns die „Finden-App“ zur Verfügung stellten, die Menschen mit Sehbeeinträchtigungen bei der Orientierung zur Seite stand. Der Chaos Treff Chemnitz konnten Menschen mit Mobilitätseinschränkungen mit Hilfe des Partnerschaftsprogramms ebenfalls die Gartenanlage entdecken. Zusätzlich bedanken wir uns bei den Gebärden-Dolmetscherinnen, die ausgewählte Inhalte in Gebärdensprache übersetzten. 

Durch die Zusammenarbeit mit dem Atomino e. V.  entstand das abwechslungsreiche Rahmenprogramm, wir danken allen Gästen auf und hinter der Bühne. Ein großer Dank gilt auch den Caterern und den Menschen hinter der Bar. 

Die reibungslose Unterbringung der Künstler wurde  durch die GGG und privaten Initiativen unterstützt. Ein weiteres Dankeschön unseren Pressepartner, dem 371 Stadtmagazin und  Radio T, sowie allen Sponsoren. 

Zum Schluss möchten wir uns bei allen Helfer*innen bedanken, uns täglich im Ablauf des Festivals und der Betreuung der Kunstwerke unterstützt haben. :*

Die Begehungen No 15 „Jenseits von Beeten“ haben uns sehr viel Freude bereitet und wir können eine No 16 schon jetzt kaum erwarten.

Euer Begehungen e. V.

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